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Erste Hilfe für Bergsportler

Hallo Kletterer, ich bin mir sicher, Ihr tut alles um Unfälle während Eurem Lieblingssport zu vermeiden. Aber es kann doch geschehen, dass man plötzlich in die Situation gerät, Erste Hilfe leisten zu müssen. Deshalb hier ein paar Tipps wie man häufige Verletzungen behandeln kann.

Was gibt es vor der Tour zu beachten:

  • der Erste Hilfe Kurs sollte noch in Erinnerung sein.
  • die Ausrüstung der Unternehmung angepasst sein (Regen, Kälte, Sonne..).
  • die Notrufnummer des Landes am besten schon im Handy eingespeichert sein. Eine Liste der Nummern findet Ihr hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Notruf
  • Um die Örtlichkeit der Rettungsleitstelle melden zu können, sollte man sich bereits beim Anstieg den Tal Ort, evtl. den Parkplatz und den Wegverlauf merken.
    Auch GPS-Koordinaten sind hilfreich. Außerdem kann auch bereits ein Landeplatz für den Rettungshubschrauber eruiert werden.
  • Erste-Hilfe-Set nicht vergessen.

Buchtipps zur Bergrettung


Leichte Verletzungen:

Prellung, Verstauchung durch Stürze, Steinschlag, umknicken...
  • PECH Schema:
    P für Pause oder Ruhigstellung
    E für Eis, auch kaltes Wasser oder Kühl-Packs sind geeignet
    C für Kompressionsverband (elastische Bandage)
    H für Hochlagern der betroffenen Extremität
    Die Reihenfolge der Maßnahmen ist zweitrangig. Schwellung und starke Schmerzen sollen dadurch verhindert werden.

Leichte Blutungen (Platzwunde...)
  • Ruhe bewahren
  • Selbstschutz (Einmalhandschuhe, Absturzsicherung...)
  • Mit steriler Kompresse abdecken, verbinden
  • PECH-Schema
  • Eine Kopfplatzwunde kann sehr stark Bluten, nicht die Nerven verlieren.

Bänderriss (z.B.am Knie,Sprunggelenk, Schulter, Finger)
  • Wieder Ruhe bewahren
  • und PECH-Schema
  • Bei starken Schmerzen oder Immobilität Notruf
  • Zur Entlastung des Gelenkes kann man Schienen (eine Rucksack taugliche Schiene ist der SAM-Splint, gibts für 12 z.B. bei Amazon, wie man ihn anwendet siehst Du unten).

Frakturen an Extremitäten ohne Fehlstellung

  • Ein Armbruch ist kein Beinbruch
  • Auch hier gilt Fraktur ruhig stellen und kühlen
  • Kompression und Hochlagerung ist wahrscheinlich schmerzhaft und nicht empfehlenswert
  • Blutende Wunden unbedingt steril abdecken
  • Wenn die DMS vorhanden ist Schiene anlegen,es kann auch mit einer Isomatte o.ä. improvisiert werden)
  • Durchblutung (Puls am Handgelenk oder Fuß, die Finger- und Fußnägel füllen sich nach kurzem Druck wieder mit Blut und werden rosig)
    Motorik (Finger und Zehen kann der Verunglückte bewegen)
    Sensibilität (kein Kribbeln oder Taubheitsgefühl an der gebrochenen Extremität)
  • Notruf
  • Wärmeerhalt und Betreuung verstehen sich von selbst

Schwere Verletzungen:
Frakturen mit Fehlstellung
  • Die Behandlung wie oben, allerdings sollte bei fehlender DMS (Durchblutung, Motorik, Sensibilität) und langer Anfahrtszeit des Rettungsdienstes durch beherztes ziehen unter der Bruchstelle die Extremität in physiologische Lage gebracht werden.
  • Diesen Zug aufrecht erhalten bis eine Schiene angelegt ist.
  • Offene (heißt blutende) Frakturen steril abdecken.
  • Bei Frakturen im Bereich des Oberschenkels oder Beckens kann es auch ohne sichtbare Wunde zu starkem Blutverlust kommen (mehrere Liter)und dadurch zum Schock.
  • Schocksymptome sind: Kalte, schweißige Haut; schneller Puls; Puls am Handgelenk nicht oder nur sehr schwach tastbar; Bewusstlosigkeit möglich).
  • Bei Schock Oberkörper tief lagern und Beine (oder das gesunde Bein) anheben, wenn es vom Patienten toleriert wird. Notruf

   Rippenfraktur

  • Die Atmung ist beeinträchtigt, der Patient sollte sich nicht mehr anstrengen.
  • Starke, stechende, atmungsabhängige Schmerzen sind Symptome.
  • Bei der Fraktur mehrerer Rippen kann es sein dass sich der Brustkorb bei der Einatmung einzieht (inverse Atmung).
  • Der Patient möchte vermutlich sitzen.
  • Bei Bewusstlosigkeit muss der Verunglückte auf die verletzten Rippen in stabile Seitenlage gelegt werden um eine Belüftung der gesunden Lungenseite zu gewährleisten.
  • Notruf, Betreuung...

SHT (Schädelhirntrauma)
  • Bei kurzer bis anhaltender Bewusstlosigkeit oder aufgrund des Unfallhergangs (Sturz aus großer Höhe, Steinschlag...) ist mit schweren Kopfverletzungen zu rechnen.
  • Weitere Hinweise darauf sind u.a. Blut aus der Nase oder Ohren sowie Sehstörung oder ungleich große Pupillen.
  • Bei Verdacht auf SHT, ansprechbaren Patient mit leicht erhöhtem Oberkörper ruhig Lagern
  • Wenn er bewusstlos ist,vorsichtig in stabile Seitenlage bringen.
  • Ruhe bewahren, Notruf, Betreuung.
  • Blutende Verletzungen steril abdecken, keinen Druck auf die Wunde ausüben.

Wirbelsäulenverletzung
  • Wie beim SHT kann auch bei der Wirbelsäulenverletzung der Unfallhergang Aufschluss über die Verletzung geben.
  • Natürlich auch Schmerzen,ein Taubheitsgefühl oder Lähmung sind Anzeichen darauf.
  • Der Verunfallte darf sich nicht bewegen, am besten mit Jacken oder Rucksack den Patient um polstern.
  • Bei Bewusstlosigkeit am besten mit mehreren Helfern den Patient sachte unter Stabilisierung der Halswirbelsäule in die stabile Seitenlage bringen
    (ein Helfer haltet mit beiden Händen den Kopf und dreht ihn mit den anderen Helfern achsgerecht zur Wirbelsäule ,ohne Zug).
  • Notruf, Wärmeerhalt , Betreuung bis Hilfe eintrifft.
  • Auch eine Halswirbelsäulenverletzung kann provisorisch mit einem SAM-Splint gestützt werden

Innere Verletzungen z.B. der Organe
  • Diese können mit letzter Sicherheit erst in der Klinik diagnostiziert werden.
  • Bei Schocksymptomen, Schmerzen, eventuell Prellmarken im Bereich des Bauches oder Rücken sind Innere Verletzungen wahrscheinlich.
  • Bei Schocksymptom Beine hoch, Oberkörper runter, Wärmeerhalt, Betreuung.
  • Notruf.

Bei mehrfach Verletzten ist die Priorität natürlich auf die Bedrohlicheren zu legen.
  • Aus dem Gefahrenbereich retten.
  • Eigenschutz beachten
  • Starke Blutungen stillen (abdrücken, Druckverband).
  • Bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage (Atemwege freihalten).
  • Schockbekämpfung.
  • Notruf.

Kleine Erste-Hilfe-Sets gibts fertige zu kaufen, zusätzlich sind noch eine elastische Binde, Sport Tape, evtl. eine Schiene und Schmerztabletten empfehlenswert.

Trotz allem was passieren kann wünsche ich Euch viel Spaß. Laut Statistiker ist die Anreise mit dem PKW gefährlicher als unser Sport.

Wie immer steil am Fels
Gruß Norbert (RettAss)



Weitere Informationen und Bestellung: Sam Splint Universalschiene


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